Energie-Zitate

Das SIPER untersucht den Rückgang der Erdölproduktion in den Förderländern im Hinblick auf das globale Ölfördermaximum (Peak Oil) sowie das Potential der erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie. Das SIPER unterstützt die langfristige Vision einer Energieversorgung, die zu 100 % erneuerbar ist.

  • Doris Leuthard
    «Wir haben jetzt den klaren Entscheid gefällt, auf neue Kernkraftwerke zu verzichten. Denn bei der Kernkraft werden die Kosten massiv ansteigen, während die erneuerbaren Energien immer günstiger werden.»

    Doris Leuthard (*1963), Bundesrätin, leitet seit 2010 das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

    Zitat aus: NZZ am Sonntag, 29. Mai 2011.

  • Bill Clinton
    «Eine bedeutende Anzahl von Erdölgeologen glaubt, dass wir noch in dieser Dekade oder gar schon jetzt das globale Maximum der Erdölproduktion erreicht haben. Peak Oil geschah schon 1970 in Amerika, als die Hälfte unseres Öls, das wir aus dem Boden gewinnen konnten, aufgebraucht war … Das ist sehr besorgniserregend, ganz unabhängig von der globalen Erwärmung.»

    Bill Clinton (*1946), US Präsident 1993–2000.

    Zitat aus: Vortrag vom 17. Juni 2006 bei der Association of Alternative Newsmedia (AAN) Annual Convention in Little Rock, USA.

  • Rolf Hartl
    «Heute verbraucht ein Schweizer pro Tag etwa 6 Kilogramm Erdöläquivalent in Form von Energie. Ein Inder oder ein Chinese steht bei 1 bis 1,5 Kilogramm. Wenn man sich diesen Wohlstandsnachholbedarf vor Augen führt, bekommt man ein Gefühl, was da auf die Energieversorgung der Welt noch zukommt.»

    Rolf Hartl (*1954), Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung 1994-2010, seit 2011 Präsident der Erdöl-Vereinigung.

    Zitat aus: «Die Zukunft bleibt fossil», Neue Zürcher Zeitung vom 19. Oktober 2011

  • Franz Steinegger
    «Die Begrenztheit der Ölressourcen und die Klimafrage zwingen, nach Alternativen zu suchen. Bei den fossilen Energieträgern verbrauchen wir in einem Jahr, was 500 000 Jahre für die Entstehung gedauert hat. Die Problembereiche Klimawandel und sinkendes Angebot an Erdöl sind sehr anspruchsvoll.»

    Franz Steinegger (*1943), langjähriger Urner Nationalrat und ehemaliger Präsident der FDP Schweiz.

    Zitat aus: Basellandschaftliche Zeitung. 19. Dezember 2006

  • Richard Miller,
    «Die Rohölproduktion wuchs zwischen 1995 und 2005 um ca. 1,5% pro Jahr. Seither stagniert Rohöl auf einem Plateau. Der Zuwachs kam in den letzen Jahren ausschliesslich aus Gaskondensaten, Teersanden und Öl aus dichten Gesteinen ... Ich erwarte mehr Hungersnöte, mehr Dürren, mehr Ressourcenkriege und eine stetige Inflation in den Energiekosten aller Rohstoffe.»

    Richard Miller, Ehemaliger Geologe bei BP

    Zitat aus: Artikel von Dr. Nafeez Ahmed "Former BP geologist: peak oil is here and it will break economies", erschienen im Guardian (23. Dezember 2013)

  • Nicolas Hayek
    «Die Schweiz ist (für die lebensnotwendige Revolution im Energieverbrauch) geeignet, weil wir ein enormes Know-how und viel Kreativität haben - aber keine Ölfirmen und keine Autoindustrie, die sich dagegen wehren.»

    Nicolas Hayek (1928–2010), Schweizer Unternehmer, Gründer der Swatch Group.

    Zitat aus: «Wir brauchen eine Revolution im Energieverbrauch», NZZ am Sonntag 30. März 2008.

  • Barack Obama
    «Unsere Sucht nach Öl zu durchbrechen ist eine der grössten Herausforderungen, der unsere Generation je gegenüberstehen wird.»

    Barack Obama (*1961), Präsident der USA seit Januar 2009.

    Zitat aus: «Obama will strategische Ölreserven anzapfen». Neue Zürcher Zeitung 5. August 2008.

  • Hans Christoph Binswanger
    «Vor ein paar Jahren löste das Stichwort "Food for Fuel" heftige Proteste aus. Man fand es unmoralisch, aus Mais Treibstoff zu machen, wenn Millionen Menschen hungern. Aber die Programme sind immer noch im Gange!»

    Hans Christoph Binswanger (*1929), Professor für Volkswirtschaftslehre Universität St. Gallen 1969–1994

    Zitat aus: Vorwärts zur Mässigung. Schaffhauser Nachrichten 12. September 2011

  • George Soros
    «Alles zusammen addiert sich zu einer grossen Krise, mit der die Menschheit konfrontiert ist: eine globale Energiekrise … Der Kern der Krise liegt in der Ölverknappung.»

    George Soros (*1930), Ungarischer Milliardär und Investor, Chairman der Soros Fund Management LLC.

    Zitat aus: George Soros: «Die Ära der Fehlentscheidungen». Finanzbuchverlag, München 2007, S. 213 und 214.

  • George W. Bush
    «Amerika ist süchtig nach Öl, und immer mehr von dem Öl das wir benötigen kommt aus dem Ausland. Manche der Nationen, auf die wir aufgrund des Öls angewiesen sind, haben unstabile Regierungen oder stehen den Vereinigten Staaten feindselig gegenüber.»

    George W. Bush (*1946), Präsident der USA von 2001 bis 2009.

    Zitat aus: Rede vom 25. April 2006 in Washington. Publiziert durch das Weisse Haus.

  • Moritz Leuenberger
    «In der nun eingetretenen Krise bleibt gar nichts anderes übrig, als sich mit voller und gemeinsamer Kraft den riesigen Potentialen von Sonne, Wind und Geothermie zuzuwenden. Wenn wir die Umwelt- und Klimapolitik zusätzlich zu den Risiken der Atomkraft berücksichtigen, wenn wir uns also von der Kernenergie lossagen und gleichzeitig die Ölabhängigkeit drosseln wollen, haben wir eine gewaltige Aufgabe vor uns. Der Ausstieg aus diesem fahrenden Zug, in dem wir alle sitzen, ist rascher proklamiert als vollzogen. Aber er ist unumgänglich, und er ist möglich.»

    Moritz Leuenberger (*1946), 1995 bis 2010 Bundesrat, leitete das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

    Zitat aus: NZZ Folio 4/2011, S. 22.

  • Michael Kumhof
    «Ein entscheidender Einflussfaktor jüngster Geschehnisse war ein sehr anhaltender, wenn nicht sogar permanenter Schock im Erdölangebot, bedingt durch das Erreichen geologischer Grenzen seitens der Ölindustrie in der Fähigkeit, die historische Wachstumsrate der Förderung von Erdöl aufrechtzuerhalten.»

    Michael Kumhof ist führender Ökonom in der Modellierungs-Gruppe der Research-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF)

    Zitat aus: Benes, J., Chauvet, M., Kamenik, O., Kumhof, M., Laxton, D., Marsula, S., Selony, J., 2012. The Future of Oil - Geology versus Technology. International Monetary Fund, Research Department, WP-12-109, 32 p.

  • Nick Beglinger
    «Wir geben Geld aus für Öl oder Gas, das wir dann verbrennen – mit wenig Wertschöpfung. Zurzeit fliessen so jährlich zirka 8 Milliarden Franken für Erdölprodukte und Erdgas aus der Schweiz ab, und jeder von uns stösst jährlich 5 Tonnen CO2 aus.»

    Nick Beglinger (*1970), Präsident des Wirtschaftsverbandes swisscleantech

    Zitat aus: Von Cleantech profitieren alle. NZZ 12. September 2011

  • Ulrich Tilgner
    «Wenn jetzt von einem Arabischen Frühling gesprochen wird, dann halte ich das für eine grosse Übertreibung. Es wird dabei unterschätzt, mit welcher Vehemenz die Saudis Veränderungen in Jemen, in Bahrein und in den Ölstaaten am Persischen Golf verhindern wollen. Dort sehe ich keinen grossen Demokratisierungsspielraum … Dort wo der Einfluss der Saudis gross ist, da passiert nichts … Saudi-Arabien liefert grosse Mengen Öl auf den Weltmarkt. Da drückt man gerne beide Augen zu.»

    Ulrich Tilgner (*1948), deutscher Journalist und Nahostexperte.

    Zitat aus: «Demokratie in Nordafrika war überfällig», Schaffhauser Nachrichten 3. November 2011.

  • Barbara Egger-Jenzer
    «Es liegt auf der Hand, dass die Nutzung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gegenüber dem Import von fossilen Energien mehr regionale Wertschöpfung ergeben. Das hat eine Studie für den Kanton Bern nun auch mit konkreten Zahlen bestätigt.»

    Barbara Egger-Jenzer (*1956), Regierungsrätin und Direktorin der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern.

    Zitat aus: Es ist Zeit für die Energiewende, energie-cluster.ch, 16. Januar 2013.

  • Peter Voser
    «Die IEA prognostiziert, dass die Förderung aus Ölfeldern, die bis zum Jahr 2011 die Produktion aufgenommen haben, bis 2035 um nahezu zwei Drittel fallen wird.»

    Peter Voser (*1958), CEO Shell.

    Zitat aus: Peter Voser, CEO Shell, zitiert in: Ende des Ölrausches? Notenstein Gespräch, Dezember 2013

  • Vladimir Putin
    «Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, das Energieangebot zu vergrössern … In vielerlei Hinsicht bestimmt Energie heute die internationale Sicherheit sowie die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen. In Wirklichkeit hängt das Wohl von Millionen von Menschen direkt von der Energiesicherheit ab.»

    Vladimir Putin (*1952), Präsident von Russland 2000 bis 2008, seither Ministerpräsident von Russland.

    Zitat aus: Rede vom 11. Februar 2006 auf dem G8 Gipfel in St. Petersburg, Russland. Publikation der Russischen Botschaft.

  • Albert Stahel
    «Die entscheidende Gefahr ist die Erschöpfung des Erdöls in den kommenden Jahrzehnten. Deshalb wäre nachhaltiges Denken über eine neue und andere Industriegesellschaft notwendig. Halten wir weiterhin am Erdöl als Grundlage unserer Industrie fest, dann wird unsere Zivilisation in sich zusammenbrechen.»

    Albert Stahel (*1943), Professor am Institut für Strategische Studien Wädenswil

    Zitat aus: : Christian Düblin: Monatsinterview mit Prof. Dr. Albert A. Stahel, Xecutives.net, The Swiss Management Network, 1. April 2012

  • Werner Zittel
    «Der Welt geht die billige und reichliche Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern aus.»

    Werner Zittel (*1955), Physiker und Energie-Experte der Energy Watch Group und ASPO Deutschland

    Zitat aus: «Spritpreis steigt bald auf zwei Euro», Süddeutsche Zeitung, 26. März 2013

  • Jeffrey Sachs
    «Besteuert die Reichen. Beendet die Kriege. Brecht die Macht der Lobbys in Washington. Das will Occupy Wallstreet. Es ist sehr, sehr wichtig. Die US Konzerne dominieren Washington. Die grossen Erdölfirmen, die Wall Street Banken, und der militärisch-industrielle Komplex. Sie regieren dieses Land, und ihre Macht muss gebrochen werden.»

    Jeffrey Sachs (*1954), US Ökonom, Professor für nachhaltige Entwicklung Columbia University New York

    Zitat aus: Unterstützung der «Occupy Walllstreet»-Aktivisten von ungewohnter Seite, NZZ 17. November 2011. Videolink Youtube Mandorousti 7.10.11: Jeffrey Sachs (Columbia University professor) Supports Occupy Wall Street.

  • Anne Richards
    «Wir schwimmen in einer riesigen Informationssuppe … Ich versuche, viele der Nachrichten auszublenden. Was an einem Tag aktuell ist, hat längerfristig oft kaum Relevanz. Wir müssen uns auf die grossen Trends konzentrieren.»

    Anne Richards (*1964), Chief Investment Officer Aberdeen Asset Management, Schottland.

    Zitat aus: «Vertrauen in die Politik erodiert zusehends», Finanz und Wirtschaft, 19. Oktober 2011.

  • Mathis Wackernagel
    «Wir müssen unsere Städte auf die zunehmende Ressourcenknappheit vorbereiten, indem wir sie verdichten, und viel energieeffizienter gestalten.»

    Mathis Wackernagel (*1962), Schweizer Vordenker im Bereich Nachhaltigkeit, Präsident des Global Footprint Network mit Sitz im kalifornischen Oakland.

    Zitat aus: Cleantech allein ist nicht genug. Cleantech.ch 17.11.11

  • David Murphy,
    «Der minimale Ölpreis, der benötigt wird, um die Ölförderung in der nahen Zukunft zu steigern, ist in Bereichen anzusiedeln, welche in der Vergangenheit wirtschaftliche Rezessionen ausgelöst haben. Weil der EROI des durchschnittlichen Ölfasses abnimmt, gehe ich davon aus, dass es in Zukunft immer schwieriger sein wird, stabiles Wirtschaftswachstum zu schaffen, und dass dieses Wachstum mit zunehmenden finanziellen, energetischen und ökologischen Kosten verbunden sein wird.»

    David Murphy, Professor für Geographie, Northern Illinois University, USA

    Zitat aus: Artikel von Dr. Nafeez Ahmed "Former BP geologist: peak oil is here and it will break economies", erschienen im Guardian (23. Dezember 2013)

  • Fatih Birol
    «Es sind beunruhigende Nachrichten. Wir glauben, dass die Produktion von konventionellem Rohöl schon im Jahre 2006 den Peak Oil erreicht hat. Die Erdölfelder brechen ein in der Nordsee und in den USA … Uns läuft die Zeit davon.»

    Fatih Birol (*1958), türkischer Chefökonom der Internationalen Energie Agentur (IEA) in Paris, Autor des World Energy Outlooks (WEO)

    Zitat aus: Interview mit Dr. Jonica Newby im Australischen ABC Fernsehen im Programm „Catalyst“: The Oil Crunch. 28. April 2011.

  • Francisco Blanch
    «Wird Öl zu schnell zu teuer, bricht die Konjunktur ein. Das ist 2008 geschehen, als die Konsumenten unter anderem als Folge der hohen Benzinpreise ihre Hypotheken und Kredikartenrechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Öl ist eine der grossen Herausforderungen für die Weltwirtschaft.»

    Francisco Blanch Chefstratege Rohstoffe von Merrill Lynch.

    Zitat aus: Öl kann viel Schaden anrichten. Finanz und Wirtschaft 27. August 2011.

  • Jacques Herzog
    «Ich glaube der Mensch kann sich nicht ändern. In der Schweiz ändert sich nur etwas, wenn wirklich Not ist … Wenn wir keine Energie mehr haben aus fossilen Quellen, dann werden wir etwas machen. Vorher geschieht nichts … Ich finde es manchmal schade, dass der Mensch nicht mehr antizipiert.»

    Jacques Herzog (*1950), Architekturbüro Herzog & de Meuron, Basel

    Zitat aus: Gute Architektur, schlechte Siedlungspolitik. NZZ Standpunkte 16. Oktober 2011

  • Konstantinos Boulouchos
    «Das strategische Ziel, die Energieversorgung weitestgehend auf erneuerbare Quellen zu stützen, ist – als Jahrhundertaufgabe verstanden – durchaus richtig. Der Weg dorthin ist allerdings komplex und mit vielen Gabelungen versehen. In den nächsten Jahrzehnten wird es auch für die Schweiz in erster Linie darum gehen, die fossilen Energien massiv zu reduzieren, wo sie ineffizient eingesetzt werden.»

    Konstantinos Boulouchos (*1955), Professor am Institut für Energietechnik der ETH Zürich

    Zitat aus: Gaskraftwerke sind nicht des Teufels. NZZ am Sonntag 22. April 2012